GbR Cromm
Alles im grünen Bereich!
© GbR Cromm, Hauptstraße 38, 35781 Weilburg-Kubach 2012 - Impressum
Herzlich Willkommen
Vielen Dank, dass Sie
unsere neue Homepage
besuchen. Auf diesen Seiten
möchten wir Ihnen unser
umfangreiches Angebot in
den Bereichen Urlaub,
Kartoffeln und Landwirtschaft
vorstellen. Wir freuen uns
über Ihr Interesse.
Wie werden meine
Kartoffeln angebaut und
verarbeitet?
Das Kartoffeljahr im Überblick:
Pflanzgutvorbereitung:
Die günstigste Pflanzzeit für Kartoffeln liegt im Zeitraum zwischen Mitte April und Mitte
Mai. Einen Monat vor der Einpflanzung werden die Kartoffeln vorgekeimt: Nachdem die
Pflanzkartoffeln über den Winter bei drei bis vier Grad Celsius im Dunkeln gelagert
wurden, damit sie nicht keimen, werden sie nun bei guter Belüftung auf zehn Grad
Celsius erwärmt. Durch die Zufuhr von Tageslicht wird der Keimvorgang beschleunigt.
Die Kartoffeln sind am besten zum Einpflanzen geeignet, wenn sie 15 bis 20 mm lange,
elastische Keime entwickelt haben. Pflanzkartoffeln werden nach der Keimung gebeizt,
um einem eventuellen Pilzbefall vorzubeugen.
Pflanzung:
Eine gleichmäßige Bepflanzung und Bodentiefe ist im Kartoffelanbau wichtig. Deshalb
werden die Knollen in Pflanzreihen angebaut, das heißt, die Pflanzkartoffeln werden in
gleichmäßigen Abständen in etwa 18 bis 20 Zentimeter hohe Erddämme eingesetzt, die
rund 75 Zentimeter weit auseinander stehen. Beim Aufwachsen der Pflanzen in Dämmen
sind die Knollennester optimal abgedeckt. Dies führt zu einem gleichmäßigen Wachstum
der Pflanzen. Zudem verringert die Anordnung in Dämmen die Gefahr von Krankheiten
und Fäulniserscheinungen, die durch Staunässe entstehen. Eine gleichmäßige
Anordnung der Dämme mit leicht abgeflachter Kuppe erleichtert maschinelle Pflege und
Ernte der Kartoffeln.
In unserem Betrieb ist eine Hassia Setzmaschine im Einsatz. Vor dem eigentlichen
Setzvorgang wird der Boden mit Grubber oder Kreiselegge aufgelockert. Die
Pflanzmaschine zieht mit einem Schar tiefe Furchen in den Ackerboden. Den Kern der
Pflanzmaschine bildet ein großer Vorratsbehälter, der nach unten hin spitz zuläuft. Durch
eine Öffnung an der Spitze fallen die Kartoffeln nacheinander auf so genannte Becher
oder Schöpflöffel. Diese Becher sehen aus wie kleine Schalen, die an einem dicken
Gummiband in regelmäßigen Abständen angebracht sind. Das Gummiband läuft über
zwei Räder und funktioniert ähnlich wie ein Pater Noster. Im Becher geht es für die
Kartoffel erst aufwärts und dann abwärts. Unten angekommen, fallen die Kartoffeln
einzeln in die Furchen. Der Abstand zwischen den einzelnen Kartoffeln ist sehr genau
einstellbar, er liegt meist bei 35 Zentimetern. Zwei Sechscheiben aus Metall rollen
anschließend über den Acker. Sie sind etwas schräg eingestellt, so dass sie die Erde zu
einem kleinen Damm aufschieben und die Kartoffeln in den Furchen mit Erde abdecken.
Nach dem Setzvorgeng werden die Dämme "aufgehäufelt" und die Dämme geformt.
Durch die aufgehäufelte Erde werden die Knollen geschützt. Das Häufeln hat zudem den
Vorteil, dass aufkommendes Unkraut mechanisch bekämpft wird
Ab Mitte April werden die Setzkartoffel in die Erde gelegt. Anschließend werden die
Kartoffeldämme mit einem Damformer aufgehäufelt.
Düngung und Pflanzenschutz:
Nach einigen Wochen zeigen sich über dem Ackerboden die ersten Triebe, wenig später
beginnt auch das Wachstum der Kartoffelknollen im Erdreich. Je nach Sorte benötigen
Kartoffeln zwischen 80 und 160 Tage bis zur Ernte. Während dieser Zeit brauchen die
Kartoffelpflanzen viel Pflege: Eine wesentliche Anbaumaßnahme ist die gezielte
Düngung. Kartoffeln werden mit organischen Düngemitteln und mineralischen Düngern
versorgt.
Wichtige Nährstoffe für die Kartoffelpflanze sind Stickstoff, Phosphorsäure und Kalium.
Sie beschleunigen die Keimung und Wurzelbildung, geben der Pflanze eine hohe
Widerstandskraft gegen Krankheiten und steigern die Qualität der Kartoffeln.
Die Nährstoffversorgung des Bodens wird mittels Bodenproben und gezielter
Mineraldüngerausbringung mithilfe eines Düngerstreuers optimal an den Nährstoffbedarf
der Pflanze angepasst. Mit der Pflanzenschutzspritze werden div. Planzenschutzmittel
auf dem Kartoffelacker ausgebracht. Zum einen sind dies Herbizide, die die Kartoffel vor
starker Verunkrautung bewahren, zum anderen Fungizide, die das Auftreten der Kraut-
und Knollenfäule verhindern sollen.
Neben einer regelmäßigen Düngung ist der Pflanzenschutz wichtig für eine optimale
Entwicklung der Kartoffelpflanze. Bestimmte Krankheiten und Schädlinge können nur
durch regelmäßige Kontrollen und fachgerechte Behandlung bekämpft werden.
Unkräuter, die zwischen den Kulturen gedeihen, treten mit den Kluturpflanzen in
Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe aus dem Boden. Deshalb bekämpft der Landwirt
diese auch mechanisch: Der Häufler schichtet Erde auf die Kartoffeldämme und sorgt so
dafür, dass sich unterirdisch die neuen Knollen an der Staude bilden können. Die jungen
Kartoffelknollen dürfen nicht ans Tageslicht gelangen, sonst bildet sich in den Knollen
Solanin, sie werden grün und somit giftig. Da durch den Häufler Erde auch auf junge
Unkräuter gelangt, die sich auf den Dämmen ausbreiten, werden diese gleichzeitig
bekämpft.
Ernte:
Die Kartoffelernte findet bei uns, je nach Vegetation, ab Ende August / Anfang September
Herbst statt. Kartoffeln werden im Zustand physiologischer Reife geerntet, das heißt,
wenn das Kraut an der Oberfläche bereits abgestorben ist Zu diesem Zeitpunkt haben
sich die Tochterknollen durch das Absterben der Stolone gelöst, sie haben eine feste
Schale und eine hohe Trockensubstanz. Die Mutterknolle ist völlig ausgelaugt und nur
noch in Teilen vorhanden.
Die Kartolfeldämme sind auch zur Kartoffelernte noch auf den Feldern sichtbar. Jetzt
unterstützt eine andere Maschine unsere Arbeit: Der Grimme - Kartoffelroder LK 650.
Bei seiner Fahrt über das Kartoffelfeld werden die einzelnen Erddämme regelrecht in
den Roder hineingeschoben. Ein flaches Schar hebt von unten die Kartoffelstaude an.
gleichzeitig drückt eine dicke Trommel von oben Seitlich neben der Trommel laufen zwei
scharfe Scheiben, die Sechscheiben. Sie schneiden das verwelkte Kartoffelkraut ab, das
auf dem Acker liegen bleibt. Es wird spater wieder unier die Erde gepflügt. Hinter der
Trommel beginnt ein Förderband, das so genannte Siebband. Es zieht den Damm mit
den Kartoffeln hoch und beginnt zu sieben. Durch die Stangen des Siebbandes fällt die
Erde zurück auf den Ackerboden. Übrig bleibt ein Gemisch aus Kraut. Kartoffeln, festen
Erdklumpen und Sternen, das weiter nach oben befordert wird Rüttler. Klopfer.
Krautzupfer und noch ein zweites Siebband sorgen dafür, dass sich die Kartoffeln von
alfen anderen unerwünschten Materialien trennen. Das Steilband fördert die Kartoffeln
nach oben auf den Roder. Manchmal mischen sich unter die Kartoffeln noch Steine und
Unrat. Alle Fremdkörper werden automatisch oder von Hand am Sortierband aussortiert.
Anschließend landen die Kartoffeln entweder in einem Vorratsbehälter, dem so
genannten Bunker, der, wenn er voll ist. auf einen Hänger entleert wird, oder aber sie
rollen in Jutesäcke, die am Ende des Bandes aufgehängt werden.
Lagerung:
Früher wurden Kartoffeln in so genannten Kartoffelmieten gelagert. Dabei wurden die
Kartoffeln nach der Ernte auf dem Feld zu einem Damm angehäuft und mit einer
Erdschicht bedeckt. So konnten sie kühl und dunkel aufbewahrt werden.
Heute werden die Kartoffeln in unserem Kartoffellager gelagert. Dies steht seit dem
Umbau des Kuhstalls im Jahr 2006 zur Verfügung und bietet arbeitswirtschaftliche
Vorteile und bessere Kontrollmöglichkeiten. Hier herrschen konstant drei bis sieben Grad
Celsius, geringe Luftfeuchtigkeit und gute Durchlüftung. Die Lagerung erfolgt
lichtgeschützt auf Lattenrosten, um die Entstehung von Druck-und Faulstellen zu
verhindern. Unter diesen Bedingungen stellen die Kartoffeln jede Stoffwechselaktivität
ein und die Keimung wird verhindert. So können die Knollen mehrere Monate lang
aufbewahrt werden.
Verarbeitung:
Vor dem Verkauf werden die Kartoffeln sortiert und verpackt. Bei der Sortierung werden
die Knollen nach Größe und Form unterschieden. Zum Verpacken werden die Kartoffeln
grob gereinigt, abgewogen und in Netzsäcke verpackt. Erst dann ist die Kartoffel bereit
für den Verkauf.
Die Erträge und die Qualität der Kartoffeln haben sich in den letzten Jahrzehnten stark
gewandelt. Verbesserte Züchtung und Veredelung, wirksamere Mittel zur Bekämpfung
von Krankheiten und Schädlingen und eine gezielte Nährstoffzufuhr haben die Erträge in
den letzten 50 Jahren erheblich ansteigen lassen. Nach wie vor sind die Kartoffelbauern
aber von einem wichtigen Faktor abhängig: dem Wetter. Auch heute noch wirken sich
gute Witterungsverhältnisse bzw. extreme Hitze, Trockenheit oder Nässe auf die Menge
und die Qualität der Kartoffelernte aus.
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